Der Mai war für mich ein sehr guter Lesemonat: Ich habe so viel gelesen wie noch nie zuvor. Zu Beginn des Monats habe ich mir eine Liste erstellt, welche Bücher ich lesen möchte und mir dafür auch gleich ein paar Titel bei Amazon bestellt. Das hat erstaunlich gut geklappt, letzten Endes konnte ich sogar noch ein paar Titel lesen, die nicht auf dieser Liste standen. Insgesamt habe ich etwa doppelt so viel geschafft wie sonst üblich. Das lag aber auch sich daran, dass ich diesen Monat viel Zeit hatte, aber ich würde mich freuen, diesen Fluss beizubehalten.
Zunächst habe ich »Hundert Jahre ungeküsst« von Gabriella Engelmann beendet, das ich schon im März begonnen hatte. Leider hatte ich es angefangen zu lesen, kurz bevor meine Oma verstarb. Zu der Zeit war mir nicht nach Gute-Laune-Lektüre, daher hatte ich es erst einmal zur Seite gelegt und jetzt endlich fertig gelesen. Die Autorin habe ich erst im Frühjahr diesen Jahres für mich entdeckt und seitdem fast jedes ihrer Märchenbücher gelesen. Zum Glück erscheint bald schon ein Neues – mir gefallen sie richtig gut!
Auch hat Harold Fry bei mir Halt gemacht, aber mit seiner unwahrscheinlichen Pilgerreise konnte er mich nicht beeindrucken, ganz im Gegenteil. Das Buch hat mich ziemlich gelangweilt und daher habe ich mich eher durchgequält. Auch mit etwas Abstand betrachtet kann ich dem Roman nichts abgewinnen. »Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry« kann ich nicht weiterempfehlen.
Nach diesem Reinfall wollte ich etwas richtig spannendes lesen und habe mich für »Numbers – Den Tod im Griff« von Rachel Ward entschieden. Eigentlich wollte ich es erst einmal nachholen, den ersten Band zu lesen, bevor ich zum letzten greife. Dann habe ich das Buch aber gewonnen und da es immerhin schon im Regal stand, wollte ich es dann auch lesen. Mit dem Finale der Numbers-Trilogie hat Rachel Ward es ein weiteres Mal geschafft, mich zu überraschen und an die Geschichte von Adam, Sarah und Mia zu fesseln. Daher bin ich auch ganz froh, dass die Trilogie für mich noch nicht vorbei ist.
In »Elefanten sieht man nicht« erzählt Susan Kreller eine Geschichte, die ans Herz geht: Die dreizehnjährige Mascha findet heraus, dass Julia und Max von ihrem Vater misshandelt werden und versucht ihnen zu helfen. Doch keiner der Erwachsenen möchte ihr Glauben schenken, nicht einmal die Polizei nimmt sie ernst. Deswegen nimmt sie die Sache selbst in die Hand. Ein Buch, das unter die Haut geht, das zum Nachdenken anregt. Ein leichter, lockerer Schreibstil hat. Hat mir sehr gut gefallen.
Ziemlich neugierig war ich auch auf »Das Mädchen mit den gläsernen Füßen«, nachdem ich so viele begeisterte Rezensionen dazu gelesen hatte. Dementsprechend hoch waren auch meine Erwartungen an die Lektüre. Die Handlung plätscherte so vor sich hin, die Figuren blieben mir fremd und ich hatte einfach ganz andere Vorstellungen von dem Buch. Trotzdem habe ich die Beschreibungen von Ali Shaw sehr gerne gelesen, seine Wortwahl ist sehr melodisch und reich an Metaphern. Seinen Schreibstil mochte ich sehr. Insgesamt war es ein dennoch eher Mittelmaß.
Nachdem ich einen Roman gelesen habe, der mich nicht so richtig begeistern konnte, greife ich immer gern zu einem Wohlfühlbuch. Ein Buch von dem ich ganz genau weiß, dass es mir gefallen wird. Diesmal war es »Küss den Wolf« von Gabriella Engelmann und enttäuscht hat es mich nicht. Die Meinungen zu diesem Buch gehen weit auseinander, da zum ersten Mal fantastische Wesen darin auftauchen. Mir hat aber gerade das richtig Spaß gemacht. Daher habe ich auch diese Märchenadaption sehr schnell gelesen und war ganz traurig, als ich den Roman dann schon wieder zuschlagen musste.
Eigentlich hatte ich nicht vor, die Reihe zu lesen, aber plötzlich war ich dann doch ganz heiß drauf und musste »Dark Angels’ Summer« unbedingt sofort haben. Ich hatte es auch gleich zu Beginn des Monats bestellt. Leider hat der Versand ganz schön lange gedauert, aber als es dann endlich da war, habe ich gleich angefangen und war direkt von dem Schreibstil der beiden Schwestern begeistert. Ich fiebere jetzt also dem nächsten Band entgegen, der zum Glück schon im August erscheint.
Als nächstes habe ich dann noch einmal zu »Sternenschimmer« von Kim Winter gegriffen. Ich wollte es unbedingt noch einmal lesen, bevor der nächste Band erscheint. Beide Bücher sind mit fast 600 Seiten ganz schöne Brocken, aber man merkt beim Lesen gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht. Die Autorin bringt in dem Buch ganz viele großartige Ideen ein und hat einen wunderschönen Schreibstil. Ich kann es nur empfehlen!
Anschließend bin ich in Lesetief gefallen. Die Liste war »abgearbeitet«. Tagelang war ich unentschlossen, was ich als nächstes lesen könnte und habe Stunden vor meinem Buchregal verbracht, um mir etwas auszusuchen. Gebracht hat es aber nichts. Als der Postbote mir dann endlich ein neues Buch brachte, habe ich mich gleich drauf gestürzt und es fast in einem Zug verschlungen. Viel mehr darf ich dazu leider noch nicht sagen und das fällt mir wirklich schwer, denn ich könnte vor Begeisterung platzen!
Zum Glück kam dann auch gleich das nächste Buch, das ich bereits seit letztem Jahr sehnsüchtig erwartet habe: »Dreams ‘n’ Whispers« von Kiersten White. Es war noch keine drei Stunden hier, da hatte ich es schon zur Hälfte durchgelesen – und das will was heißen, denn ich lese normalerweise ziemlich langsam. Ich bin also wieder ziemlich begeistert, obwohl ich Anfangs ganz schön skeptisch war, ob es mit dem ersten Teil »Flames ‘n’ Roses« mithalten kann.
Als letztes habe ich dann mit »Sternensturm« angefangen. Etwa 100 Seiten habe ich davon schon gelesen und bisher gefällt es mir wieder sehr gut. Es war auch gut, dass ich »Sternenschimmer« noch einmal gelesen habe, denn ich stecke wieder richtig in der Geschichte von Mia und Iason drin und freue mich schon zu erfahren, wie es weitergeht.