27
Aug 2011

we ♥ books – read together #6

Es ist mal wieder so weit – anlässlich des Lesemarathons von Myriel und Sandy wird also mal wieder gelesen, was das Regal hergibt und unter dem Hashtag #whb getwittert.

Eigentlich wollte ich heute mit »Ruht das Licht« von Maggie Stiefvater anfangen, aber leider ist das Buch noch nicht bei mir angekommen. Daher begnüge ich mich mit »Zwei an einem Tag« - als E-Book! So befinde ich mich auch gleich in guter Gesellschaft, denn Konstantin liest den Roman von David Nicholls ebenfalls.

13:31 Uhr: Nach 50 Seiten kann ich bereits sagen, dass ich wirklich begeistert bin. Der Roman liest sich ganz locker weg. Er ist humorvoll, aber nicht platt und besonders gefallen mir die Dialoge. Mir scheint, als hätte ich ein wahnsinnig schönes Buch in der Hand.

15:06 Uhr: Mittlerweile habe ich mich mit dem iPad in mein Bett verkrümelt, weil ich mich am PC doch immer wieder vom Lesen ablenken lasse. Inzwischen bin ich auf Seite 93 angelangt und bin von dem Buch immer noch angetan. Der Postbote hat mir eben endlich, endlich, endlich »Ruht das Licht« gebracht, aber ich habe mich doch schon zu sehr in die Geschichte von Emma und Dexter verliebt – aufhören möchte ich nicht mehr…

17:13 Uhr: Ich liege immer noch im Bett, gefesselt von diesem unglaublich schönen Buch. Es hat mal wieder angefangen zu regnen, aber das macht es nur noch gemütlicher. Ich habe in den letzten zwei Stunden weitere 70 Seiten gelesen und will endlich wissen, ob Emma und Dexter irgendwann ein Paar werden… Hach.

19:37 Uhr: Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Ich bin immer noch begeistert! :D Trotzdem hat die Müdigkeit gesiegt und auf Seite 193 bin ich für ein Stündchen eingenickt und gerade eben mit einem riesigen Hunger aufgewacht. Also wird jetzt erstmal etwas gegessen, bevor weitergelesen wird. Wird auch langsam mal Zeit.

20:45 Uhr: So, die Pizza ist aufgegessen, währrend dessen habe ich mir ein paar YouTube-Videos angeschaut und nun lese ich weiter. Ich habe ja noch einige Seiten vor mir, alle werde ich heute wahrscheinlich nicht mehr schaffen, aber ich möchte soweit wie möglich vorankommen.

22:55 Uhr: Seite 272. Im Moment möchte ich am Liebsten abwechselnd Dexter und Emma schütteln! Ich mache heute wirklich alle möglichen Gefühlslagen durch, das Buch ist spitze!

01:01 Uhr: Hach, schön ist’s! Das Buch, die Leserunde heute. Richtig gemütlich, einfach genau das richtige für so einen verregneten Tag wie der heutige. Zum Glück bin ich auch noch nicht müde, denn ich muss heute einfach noch erfahren, ob Emma und Dexter es endlich miteinander hinkriegen. Mein Lesetempo sinkt zwar langsam, aber ich bin entschlossen, es doch noch zu schaffen. Konstantin (derschoeneblog) ist nämlich weiter als ich und macht mich verdammt neugierig! Ich befinde mich übrigens im Jahr 1999 auf Seite 344, Kapitel 13.

03:58 Uhr: Es ist spät. Oder früh. Die letzten 100 Seiten sind angebrochen und die muss ich jetzt einfach auch noch lesen. Wirklich ein großartiges Buch voller Ahs, Ohs, Hachs, Jas und Neins. Ich liebe diesen Roman, er ist voller Witz und Gefühl – einfach perfekt!

9
Aug 2011

Wenn ich bleibe

Mias Leidenschaft ist die klassische Musik; sie selbst ist eine begeisterte und talentierte Cellistin. Ihr großer Traum, an der Juilliard School in New York aufgenommen zu werden, ist in greifbarer Nähe. Doch ihre Liebe zur Musik stellt die Siebzehnjährige vor eine schwere Wahl, denn die Aufnahme an das wohl begehrteste Musikkonservatorium der Welt würde das Ende der Beziehung zu ihrer großen Liebe Adam bedeuten.

Als sie sich mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder Teddy eines Morgens auf dem Weg zu einem Familienausflug macht, ahnt Mia noch nicht, dass sie in den nächsten Stunden der wichtigsten Entscheidung ihres Lebens stellen muss. Der Wagen, in dem sie mit ihrer Familie sitzt, wird von einem LKW erfasst. Ihre Eltern sterben sofort. Mia erleidet lebensbedrohliche Verletzungen und befindet sich nun in einem Schwebezustand zwischen tot und lebendig. Und wieder muss sie sich die Frage stellen: Soll ich gehen oder soll ich bleiben?

In dem Zustand, in dem Mia sich befindet, kann sie sich selbst und ihre Umgebung – ähnlich wie ein Geist – beobachten. Sie findet ihren eigenen verdrehten Körper, sieht ihre toten Eltern und muss miterleben, wie sie ins Krankenhaus transportiert, operiert und an etliche Geräte verkabelt wird. Doch damit nicht genug: Als ihre Familie und Freunde sie auf der Intensivstation besuchen, wird sie immer wieder an Momente aus ihrem Leben mit ihnen erinnert – und das macht ihr die Entscheidung nicht leichter.

In Mias Familie und ihrem Freundeskreis habe ich mich richtig wohl gefühlt. In so einer Situation wünscht sich wahrscheinlich jeder eine Familie wie ihre. Besonders ihr Großvater ist mir sehr ans Herz gewachsen; er war mir richtig sympatisch, obwohl er kein Mann großer Worte ist.

Der Schreibstil von Gayle Forman ist sehr ruhig, beinahe zärtlich. Trotz der bedrückenden Grundstimmung konnte die Autorin dem Buch durch Mias Erinnerungen an ihre wohlbehütete Kindheit eine Menge Leben einhauchen. Durch diese Kombination sind mir doch öfter als erwartet Tränen in die Augen gestiegen. Leider sind Mias Gedanken an die Vergangenheit nicht zusammenhängend. Ich hätte mir einen weiteren Erzählstrang, der in ihrer Erinnerung spielt, gewünscht. Das hätte das Buch für mich zu einem Favorit gemacht.

Eigentlich bin ich der Meinung, dass dieses Buch keiner Fortsetzung bedarf, da ich aber den zweiten Band »Lovesong« bereits hier habe, werde ich ihn auch lesen. Die Handlung beginnt drei Jahre nach Mias Aufenthalt im Krankenhaus und wird diesmal aus Adams Sicht erzählt.

»Wenn ich bleibe« ist ein sehr gefühlsbetontes Buch, das man so leicht nicht wieder aus der Hand legen kann. Es ist traurig, aber auch voll mit Leben, Liebe und Freude. Die Geschichte konnte mich für sich vereinnahmen; für ein paar Stunden war ich Mia. Wer den Roman immer noch nicht gelesen hat, der sollte es im richtigen Moment schleunigst tun.

3
Aug 2011

Lesetag #1: Ein Tag am Meer

06:53 Uhr: Meiner Meinung nach ist es viel zu früh, dabei sollte ich eigentlich schon seit einer Stunde im Auto sitzen – auf dem Weg ans Meer. Leider nur für einen einzigen Tag, aber das ist doch besser als nichts, oder? Jedenfalls haben wir alle verschlafen und fahren gleich los. Da mir beim Autofahren immer tierisch schlecht wird und ich aber genau das heute sieben Stunden machen werde, habe ich von meiner Mutter Reisemedizin bekommen und bin mal gespannt, ob sie wirkt und vor allem, ob ich dann lesen kann.

09:12 Uhr: Wir machen gerade bei MC Donalds die erste Kaffee-Pause. Vor einer halben Stunde habe ich angefangen zu lesen und mir ist überhaupt nicht übel geworden. Noch etwa 2 Stunden Fahrt liegen vor uns: Genug Zeit um »Godspeed: Die Reise beginnt« zu beenden.

11:42 Uhr: Nach nur 50 Seiten (mir wurde doch noch schlecht) und einem superleckerem, reichhaltigem Frühstück ist der Strand nicht mehr weit entfernt. Mir reicht es mit dem Autofahren auch erstmal. In etwa 20 Minuten sollten wir endlich am Meer sein und ich weiß jetzt schon, dass heute ein ganz toller, entspannter Tag sein wird.

13:41 Uhr: Es ist so schön hier! Das Wetter ist ganz gut, ein wenig wärmer könnte es schon noch werden. Eben bin ich auch schon bis zu den Knie im Wasser gewesen und das war echt angenehm. Ich denke, nachher werde ich auch noch etwas schwimmen. Jetzt lese ich aber erstmal.

17:11 Uhr: Mittlerweile habe ich das erste Buch durch, war schwimmen und habe ganz schönen Sonnenbrand und riesigen Hunger. Im Moment lese ich »Plötzlich Shakespeare« von David Safier. Aber ich glaube, wir machen uns gleich mal auf die Suche nach etwas zu essen. Ein Eis wäre sicher auch nicht verkehrt.

21:13 Uhr Pünktlich zum Regen machen wir uns wieder auf den Heimweg. Zum Abendessen gab es übrigens Bandnudeln mit Brokkoli und Sahnesoße. David Safiers gefällt mir bisher auch ganz gut, ein Drittel des Buches habe ich noch geschafft. Im Auto ist es leider schon zu dunkel zum Lesen, daher werde ich mir jetzt »Die Stadt der Träumenden Bücher« von Dirk Bach weiter vorlesen lassen.

00:48 Uhr: Mit meiner letzten Kraft tippe ich euch noch schnell einen Gute-Nacht-Wunsch. Ich hatte einen traumhaften Tag, konnte viel lesen und bin jetzt hundemüde. Das Hörbuch ist mittlerweile bis zur Hälfte angehört. Also, meine Lieben, ich hoffe ihr hattet auch einen tollen Tag und wünsche euch erholsamen Schlaf! :-)

2
Aug 2011

Die Klippenkönigin und die Gewinner

Mir hat das Gewinnspiel großen Spaß gemacht und ich hoffe, euch auch. Die Gewinner habe ich bereits per E-Mail benachricht. Viel Spaß mit euren Gewinnen! Vielen Dank für die lieben Glückwünsche von euch allen, ihr seid einfach die Besten! Außerdem bin ich begeistert, wie fleißig ihr alle wart: In 84 Kommentaren habt ihr mehr als 9.000 Zeichen geschrieben. Entstanden ist dabei der Anfang zu einem Märchen mit rund 1.500 Wörtern.

Die Gewinner

Lina aus Leer, Tamara aus Hövelhof, Cara aus Heidelberg, Asma aus Offenbach am Main, Jacqueline aus Brücken, Jennifer aus Nettetal, Pia aus Baesweller, Franziska aus Gütersloh

1
Aug 2011

Lesestatistik: Juli 2011

Nr. Titel Bewertung Seiten
1 »Den Tod vor Augen« 428
2 »Das Lächeln der Frauen«     333
3 »Teuflisches Team« 542
4 »Die Frau meines Lebens«   142
5 »Stadt der Regenfresser«   445
6 »Wenn ich bleibe«   270
7 »Die Rebellion der Maddie Freeman«   336
8 »Du findest mich am Ende der Welt«   256

Der Juli war ein sehr guter Lesemonat und startete auch gleich spannend mit dem temporeichen Jugendroman »Den Tod vor Augen«. Adam nimmt die Todesdaten jeder Person wahr, sobald er ihr in die Augen sieht. Als er noch London zieht, begegnet er tausenden Menschen, die am 01.01.2028 sterben werden. Was passiert an diesem Tag?

Was für‘s Herz gab es anschließend von dem französischen Autor Nicolas Barreau, der mit seinem neusten Roman »Das Lächeln der Frauen« mein Herz erobert hat. Die Geschichte von der Restaurantbesitzerin Aurélie, die sich selbst in einem Roman wiederfindet und sich nun auf der Suche nach dem Autor macht, ist voller Charme, Witz und Liebe.

Die erste Enttäuschung brachte für mich Catherine Jinks mit dem zweiten Teil der »Evil Genius«-Reihe »Teuflisches Team«. Eine lange Zeit habe ich mich auf die Fortsetzung gefreut, aber nun fand ich sie Großteils ermüdend und langatmig. Schade.

Anschließend habe ich zu einem Buch gegriffen, bei dem ich mir sicher war, es würde mir gefallen: »Die Frau meines Lebens« – ebenfalls von Nicolas Barreau. Mit diesem Roman, der kaum mehr als 150 Seiten hat, habe ich mich erneut für den wunderschönen Schreibstil des Autors begeistern können. Einfach nur schön!

Dann hat mich Thomas Thiemeyer auf eine Reise in die peruanischen Anden eingeladen: Zusammen mit seinem Protagonisten Oscar – ein Taschendieb – habe ich einige Abenteuer auf den Weg in die »Stadt der Regenfresser« erlebt und war von den äußerst illustren Beschreibungen des Autors überrascht. Sein Abenteuerroman, den er geschickt mit wahren Begebenheiten aus der Geschichte bespickt, hat mir ganz viel Spaß gemacht.

Hauptsächlich positive Kritiken liest man, wenn man nach dem Debütroman »Wenn ich bleibe« von Gayle Forman sucht. Die Vorstellung, dass eine Tote aus ihrem Körper heraustritt und ihre Umgebung beobachten kann, hat mich lange Zeit davon abgehalten, das Buch zu lesen. Ein Fehler, denn trotz der bedrückenden Umstände, füllt die Autorin das Buch mit ganz viel Leben und Herz. Ein Buch, das zum Lachen bringt, bewegt und nachdenklich macht.

Die größte Enttäuschung war für mich diesen Monat auf jeden Fall »Die Rebellion der Maddie Freeman«. Während der Trailer zum Buch noch auf ein spannendes Jahr 2060, in dem soziale Netzwerke die Welt bestimmen, einstimmt und eine Rebellion gegen das System ankündigt, watet das Buch mit halben Ideen und einer naiven Liebelei auf – viel Rauch um nichts! Aus dem Thema hätte sehr viel mehr gemacht werden können.

Zum Schluss musste ich einfach auch noch den letzten Barreau lesen: »Du findest mich am Ende der Welt«. Hach, das war wieder einfach nur schön. Der Autor schreibt nie einen Satz zu viel und nach dem Lesen fühle ich mich immer so, als hätte er jedes Wort genau durchdacht und die Geschichte nur für mich erzählt. Ganz großes Kino, einfach nur klasse!