
Gibt es einen Verlag, dessen Bücher dir besonders gut gefallen?
Mein Bücherregal wird von drei Verlagen dominiert, deren Programm mir in den letzten Jahren viele spannende Lesestunden beschert hat: Carlsen, Loewe und Script 5. Allen drei ist gleich, dass sie Jugendliteratur bzw. Bücher für junge Erwachsene veröffentlichen – also das Genre, das ich am Liebsten lese.
Visuell sticht dabei der Script 5 Verlag besonders hervor. Die meisten Cover sind sehr liebevoll und teilweise auch ausgefallen gestaltet. Sie heben sich dementsprechend vom restlichen Einheitsbrei ab und fallen auf. Die Bücher nehme ich immer wieder gerne in die Hand – einfach nur, um sie mir anzusehen und zu staunen. Oft entdecke ich noch kleine Details, die mir zuvor nicht aufgefallen sind und freue mich darüber.
Auch inhaltlich haben die Titel aus dem Script 5 Verlag einiges zu bieten und fallen mir in letzter Zeit besonders positiv dadurch auf, dass es sich um Literatur für junge Erwachsene – und eben nicht für Jugendliche – handelt. Mein Favorit der letzten Monate ist »Rot wie das Meer« von Maggie Stiefvater, das sehr fesselnd, aber auch brutal war.
Die Bücher aus dem Carlsen Verlag überzeugen mich immer wieder mit dem »gewissen Etwas«. Sie behandeln oft schwierige Themen – beispielsweise Gewalt in der Familie – mit dem richtigen Fingerspitzengefühl und ohne erhobenen Zeigefinger. Das gefällt mir besonders gut. Viel häufiger sind es aber neue, innovative Ideen, die mich neugierig machen, wie es zum Beispiel bei »Asche und Phönix« von Kai Meyer der Fall war. Auch die Grafikabteilung des Carlsen Verlags möchte ich an dieser Stelle loben, die Titel sind stets eine Augenweide.
Wenn ich beim Lesen einfach nur Freude haben möchte oder Lust auf gute Urban Fantasy habe, ist der Loewe Verlag mein Liebling. Hier denke ich zum Beispiel an die »Chroniken der Weltensucher«, die beides kombinieren. Die Geschichten haben mir richtig viel Spaß bereitet, sorgten für Abenteuerlust und waren nicht zu voll von fantastischen Elementen. Hier findet der Verlag meistens den richtigen Mittelweg.
Einen richtigen Favoriten habe ich also nicht. Und ihr?